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Wenn alles zum Schwarzen Schwan wird

In Krisenzeiten hat ein Vogel Hochkonjunktur: der Schwarze Schwan. Alle scheinen ihn gesehen zu haben oder sehen in gerade, oder planen ihn recht bald zu sehen. Und natürlich wird der Vater aller Schwarzen Schwäne -Nas­sim Ni­cho­las Taleb – zitiert, sonst ist das Ganze ja auch nicht so richtig überzeugend. Wir haben uns mal umgesehen und paar Schwarze Schwäne und auch Weisse Schwäne entdeckt. Die Grünen lassen wir hier außen vor, aber es soll auch sie geben.

 Jeder hat es irgendwie schon immer gewusst, was kommen wird. Winand von Petersdorf ist in seinem Artikel „Die Frühwarner“, erschienen in der FAZ, dieser interessanten Frage nachgegangen und stieß dabei, wie kann es auch anders sein, auf den Schwarzen-Schwan-Vater Nassim N. Talep. Hier der passende ein Auszug aus dem Beitrag.

 

Die Frühwarner

„Der an­de­re große War­ner heißt Nas­sim Ni­cho­las Taleb, frü­her ein Hedge­fonds-Ma­na­ger, heute ein Wis­sen­schaft­ler, Phi­lo­soph und Pu­bli­zist. Er hätte al­lein des­halb Gehör ver­dient, weil er schon früh vor der Fi­nanz­kri­se ge­warnt hat. Sein Buch „Der Schwar­ze Schwan“ hat das Den­ken vie­ler Men­schen ver­än­dert. Ak­tu­ell be­müht sich Taleb um eine Klar­stel­lung. Bei der Pan­de­mie han­delt es sich ge­ra­de nicht um einen „Schwar­zen Schwan“. Es sei kein über­ra­schen­des Er­eig­nis, son­dern das un­ver­meid­li­che Re­sul­tat der Struk­tur der mo­der­nen Ge­sell­schaft: Zu­neh­men­de glo­ba­le Ver­flech­tung und eine über­trie­be­ne Op­ti­mie­rung hät­ten zwangs­läu­fig die Ge­fahr für Pan­de­mi­en dra­ma­tisch er­höht und mach­ten des­halb den Man­gel an Vor­sor­ge un­ent­schuld­bar. Die glo­ba­le Ver­flech­tung habe eine All­zeit­hoch er­reicht, warn­te Taleb noch Ende Ja­nu­ar, China sei eine der am stärks­ten glo­bal ver­netz­ten Ge­sell­schaf­ten. Dras­ti­sche Maß­nah­men wie die Ein­schrän­kung wie Kon­takt­sper­ren und dras­ti­sche Rei­se­be­schrän­kun­gen seien drin­gen ge­bo­ten.

Es gibt Hin­wei­se, dass die Tat­sa­che, dass Prä­si­dent Do­nald Trump früh Ein­rei­sen aus China und spä­ter Ein­rei­sen aus Eu­ro­pa ge­stoppt hat, auf die War­nung von Taleb und sei­ner Ko-Au­to­ren Joe Nor­man und Ya­neer Bar-Yam vom New Eng­land Com­plex Sys­tems In­sti­tu­te zu­rück­zu­füh­ren ist. Hätte man frü­her auf sie ge­hört, wären die Kos­ten für Wirt­schaft und Ge­sell­schaft noch er­träg­lich ge­we­sen.

Taleb be­schränkt sei­nen Vor­wurf der un­ge­nü­gen­den Vor­sor­ge nicht auf Staa­ten und Re­gie­run­gen, auf deren Fä­hig­kei­ten er als eher li­ber­tä­rer Geist oh­ne­hin nicht viel gibt. Auch Un­ter­neh­men, vor allem die jetzt laut um Staats­hil­fe fle­hen­den Flug­ge­sell­schaf­ten, hät­ten einen Not­fall­fonds bil­den sol­len, statt die Ge­win­ne der ver­gan­ge­nen Jahre in Ak­ti­en­rück­kauf­pro­gram­me zu ste­cken, die In­ves­to­ren und Ma­na­gern nütz­ten. Mit der Glo­ba­li­sie­rung geht nach Ta­lebs Über­zeu­gung eine deut­lich wach­sen­de Fra­gi­li­tät der Sys­te­me ein­her, für die man sich wapp­nen muss. In sei­nem un­wir­schen Hu­ma­nis­mus ver­schont Taleb auch die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on nicht. Sie sei nicht nur immer zu spät mit ihren War­nun­gen aus Rück­sicht auf Flug­ge­sell­schaf­ten oder Län­der-Be­find­lich­kei­ten. Sie sei sogar kri­mi­nell in ihrer In­for­ma­ti­ons­po­li­tik. Das jüngs­te Bei­spiel: Immer mehr Stu­di­en ver­dich­ten die An­nah­me, dass Mund­schutz be­son­ders nütz­lich ist im Kampf gegen die Aus­brei­tung der Pan­de­mie. Bis vor kur­zen warn­ten die Ge­sund­heits­schüt­zer noch davor“

FAZ VON WINAND VON PETERSDORFF, WASHINGTON-AKTUALISIERT AM 01.04.2020

 

Nassim Taleb: Diese Pandemie ist kein „Schwarzer Schwan“
Das grassierende Coronavirus ist kein Black-Swan-Event, sagt Nassim Taleb, der den Begriff einst miterfunden hat. Das Gegenteil ist der Fall.

„Manche bezeichnen die Pandemie, die nun den Anstoss zur Verabschiedung des Hilfspakets für die Luftfahrtindustrie gab, als «schwarzen Schwan» – also ein völlig unerwartetes Ereignis, auf das nicht vorbereitet zu sein entschuldbar ist. Damit spielen sie auf das Buch «Der schwarze Schwan» an, das einer von uns verfasst hat.

Hätten sie das Buch wirklich gelesen, dann wüssten sie, dass eine globale Pandemie dort klar und deutlich als weisser Schwan figuriert – als ein Ereignis, das mit Gewissheit irgendwann eintreffen wird. Solche Pandemien sind unvermeidlich, sie resultieren aus der Struktur der modernen Welt; und ihre wirtschaftlichen Folgen werden noch gravierender infolge der zunehmenden Verflechtung und der übertriebenen Optimierung.“ Neue Züricher Zeitung 

 

Die Welt warnte schon 2011, dass die Schwan-Metapher zur bloßen Ausrede für mangelnde Vorsorge und Planung verkommt. „Der Schwarze Schwan war ursprünglich als Weckruf gedacht, um sich vorzubereiten. Stattdessen ist er zum Gegenteil geworden: Zu einer faulen Ausrede für fehlende Planung von denen, die es besser wissen sollten. Um wieder eine Bedeutung zu bekommen, müssen wir den Schwan in einen hinteren Winkel des Regals räumen, wo er Staub ansetzen kann, bis tatsächlich wieder ein unvorhersehbares Ereignis eintritt,“ so formulierte es die Welt 2011.

Für die  die Weltbörsen ist das Coronavirus definitiv ein Schwarzer Schwan. Es hat sich nicht angekündigt, sondern war plötzlich einfach da. Eventuell wurde es zunächst auf die leichte Schulter genommen, „doch es entwickelte sich ein klassisches Beispiel für das Bild des Schwarzen Schwans“, wie Comdirect-Marktexperte Andreas Lipkow gegenüber Business Insider erwähnt. „Die Auswirkungen müssen nicht sofort zu spüren sein, auch eine Entwicklung über mehrere Handelstage kann damit einhergehen.“

Schwarzer Schwan: Unsicherheit ist Gift für Finanzmärkte

„An diesem Freitag hat die Talfahrt des deutschen Leitindex Dax einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Zeitweise verlor er mehr als fünf Prozent. Mit einem Minus von rund 13,5 Prozent seit dem vergangenen Freitag erleben Anleger die schwärzeste Woche seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 — die wegen der überraschend schnellen Entwicklung übrigens ebenfalls als Schwarzer Schwan gilt. Dass das Coronavirus solche massiven Auswirkungen auf die Finanzmärkte hat, liegt an zwei Gründen. Zum einen belastet die Sorge um die Gesundheit, zum anderen die Folgen für die Wirtschaft. „Die Gefahr durch den Coronavirus ist nicht konkret greifbar“, sagte Norbert Paul von der Börse Stuttgart kürzlich im Gespräch mit Business Insider. „Niemand kann die Lage exakt einschätzen, was dafür sorgt, dass die Risikoneigung der Investoren nachlässt.“

28. Februar 2020 – Business Insider

 

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What Are Lessons for Leaders from This Black Swan Crisis?

02 APR 2020
Harvard Business School  by James Heskett 

Is it possible to prepare for a Black Swan event like COVID-19? What are the lessons for leaders in today’s pandemic? asks James Heskett.

While sheltering in my condo recently, I took the opportunity to reread Nassim Nicholas Taleb’s book, The Black Swan. In it, he defines a Black Swan (always capitalized) as having three characteristics: “rarity, extreme impact, and retrospective (though not prospective) predictability.”

While some argue that communicable virus pandemics are generally predictable since they seem to occur every decade or so, the specific nature of the COVID-19 virus—and therefore the ability to prepare a vaccine for it—could not.

True advocates of Black Swan thinking may scoff at the very premise that there may be lessons for leaders in this one. It leads to a syndrome of always preparing for the last Black Swan, a somewhat chimerical chase in search of the nonexistent. But stick with me while I throw some candidate lessons into the pot. For example, think of all the wasted time spent in corporate strategic planning over the past year or two. All of it is now down the drain as 80 percent of the economy shuts down while the other 20 percent operates beyond its supposed capacity. What’s the lesson here? Be careful of how much time is devoted to this kind of effort?

 

Preparing for the unknowable

Instead, should more time be devoted to thinking about modes of recovery that might support responses to a number of potential Black Swans? For example, almost every Black Swan will have some kind of extreme effect on demand for nearly all goods and services. In the face of the unknowable, are there basic contingency plans that can be kept fresh for generic, not specific, demands on various functions of the organization (such as 100 percent increases or decreases in short-term demand)?

Black Swans appear to have one increasingly predictable characteristic: they have multinational if not global impact. Does that mean they require global responses? For instance, in the current pandemic, could more international cooperation have helped moderate the impact? Is there a role for business leaders, especially those in global organizations, in their counterparts in the public sector to work together on proactive contingency planning? Or is it too naïve to even suggest this?

 

What do you think?

Does this pandemic teach us anything about cooperation between business and government to address generic issues? We all know, for example, that actions to develop a specific vaccine for COVID-19 are at the center of the critical path for ending the calamity caused by this Black Swan. Economics takes a back seat to medical research here. Rather than spending time trying to predict what the next virus and associated pandemic might look like, should we be working instead on faster vaccine development once we know the shape of the virus? Rather than take risks with human lives, should we be giving more attention to the development of human substitutes for testing vaccines, substitutes that are disposable (even if expensive) and don’t require legal protections in the event of failed experiments? Could this speed up the vaccine development process? Some may conclude that it’s a fool’s errand to look for management lessons from anyone Black Swan. For the rest of us, the question is: What are the lessons of this Black Swan for leaders? What do you think?

Liste der Schwarzen Schwäne

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

In den vergangenen zwei Jahren wurde der Begriff unter anderem für:

 

  • das Erdbeben in Haiti,
  • die Hitzewelle in Russland, die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko,
  • den so genannten “Flash- Crash” an der US-Börse im Jahr 2010,
  • den Vulkanausbruch in Island, der mit seiner Aschewolke den Himmel Europas bedeckte,
  • der Einsturz beider Türme des World Trade Center am 11. September 2001,
  • die Herabstufung der US-Bonität durch Standard & Poor’s,
  • der Tsunami in Japan mit der anschließenden Atomkatastrophe von Fukushima
  • die Invasion in Kuweit,
  • den Aufstand in Ägypten und die Gewalt in Mexiko verwendet.

Die meisten Finanzkrisen sind nicht als „schwarze Schwäne“, sondern eher als „graue Nashörner“ zu klassifizieren. Erstere bezeichnen unvorhersehbare und seltene Ereignisse wie den Crash 1987, die Terroranschläge vom 11. September 2001, die Invasion in Kuwait oder aktuell das Coronavirus. Bei anderen Krisen war nicht ihre Vorhersehbarkeit, sondern vielmehr die Unsicherheit bezüglich des Zeitpunkts ihres Eintretens das Hauptproblem, so zum Beispiel bei der asiatischen Schuldenkrise oder der TMT-Blase (TMT = Telekommunikation, Medien und Technologie). Andrew Milligan. 3. April 2020

„Am 5. März 2020 veröffentlichte einer der bekanntesten Risikokapitalfonds der Welt, Sequoia Capital, einen Medium-Post mit dem Titel „Coronavirus: The Black Swan of 2020“. Was in den ersten Tagen nach Veröffentlichung bei manchen Beobachtern noch für Belustigung sorgte, ist knapp vier Wochen später Wahrheit geworden: Die Start-up- und Venture Capital-Szene steht aufgrund der durch das Coronavirus ausgelösten Wirtschaftskrise vor massiven Herausforderungen. Auch Simon Schmincke, Partner beim Risikokapitalfonds Creandum, betont die Relevanz der aktuellen Situation. „Wenn das Coronavirus nicht der Black Swan of 2020 ist, was dann? Das ist der größte Einschnitt ins Wirtschaftsleben, den viele von uns je mitgemacht haben.“ Forbes AT, 31. März 2020

Warum diese Krise ein schwarzer Schwan ist

„Fabriken stehen still, Lieferketten sind unterbrochen – Zeit darüber nachzudenken, ob wir genauso weitermachen wollen wie bisher. Das aktuelle Wirtschaftssystem führt ohnehin in eine Sackgasse.

Mit Covid-19 ist der schillerndste und zugleich grausamste schwarze Schwan in unseren Weltsee geflogen. Die Corona-Krise ist ein Ereignis, das uns so hart trifft, weil es niemand erwartet hat. Es verändert die Regeln radikal. Es teilt die Zeit ein: in ein Davor und ein Danach. Mindestens so wie der 11. September, Fukushima oder die letzte Banken- und Finanzkrise. Kurz zuvor hatte der libanesische Finanzmathematiker und Publizist Nassim Nicholas Taleb den Begriff des schwarzen Schwans endgültig in der Wirtschaft etabliert.

Die Einbahnstraße der Globalisierung führt in eine Sackgasse

In den vergangenen Jahrzehnten raste die Weltwirtschaft durch eine Einbahnstraße. Globalisierung. Prozesse verschlanken, Kosten senken, Zeit verkürzen. Lieferung Just-in-Time. Grenzenlos. Eine Kartoffel vom schwäbischen Acker: in Holland geschält, in Bayern frittiert, in Flensburg ins Regal gestellt. Antibiotikum wird praktisch komplett in Asien produziert – hierzulande lohnt es sich nicht mehr. Im Ernstfall stehen wir ohne Medikamente da.

Mit immer höherem Tempo durch die Einbahnstraße der Globalisierung: Das hat Wohlstand gebracht, ja. Aber der Asphalt bröckelt schon länger und links und rechts am Wegesrand türmt sich der Dreck. Denn: Die wahren Kosten wurden nie gesenkt, lediglich ausgelagert. Oder in die Zukunft verschoben. Alle konnten es wissen: Diese Einbahnstraße endet in einer Sackgasse.“

Bayern 2, 2. April 2020

EDITORIAL

Schwarzer Schwan nicht auf Lager

CORDELIA CHATON

„Wer in diesen Tagen Desinfektionsmittel, Schutzkleidung oder Beatmungsgeräte haben will, der braucht nicht nur ein prall gefülltes Portemonnaie, sondern auch Marktkenntnis und beste Beziehungen. Was derzeit auf diesem Markt los ist, lässt sich mit Krieg umschreiben. Da klauen Zöllner aus Tschechien oder Polen Masken für Italien aus den Maschinen, die zum Auftanken auf dem Rollfeld stehen. Andere Staaten erhalten Lieferungen von verschimmelten Masken und sollen sich noch artig dafür bedanken. Krankenhäuser in Frankreich, die zum Fünffachen des normalen Preises bei chinesischen Lieferanten bestellt haben, warten immer noch auf ihre Beatmungsgeräte. Ob die Ware jemals kommt? Und dann auch funktioniert? Wie erklärt man der Familie, dass das Beatmungsgerät einen Aussetzer hatte und Schutzhandschuhe leider erst ab Mai erhältlich sind?

Die Konzentration auf Artikel, um die noch vor kurzem kaum jemand etwas gegeben hat, führt zu einer Menge Fragen, insbesondere mit Blick auf die Produktion und die Warenströme. Im Zuge der Globalisierung wurden die nicht nur immer länger, bis die „Supply Chain“, die Wertschöpfungskette nach China reichte, damit es noch billiger wurde. Sie wurden auch immer unübersichtlicher. Wer liefert wem was? In einem Land wird die Hose genäht, im nächsten der Reißverschluss zugefügt, im dritten der Knopf. Wer hat da noch den Überblick? Und: Wer außer ein paar wohlmeinenden Textillabels wollte den bislang haben? Besonders weit trieb es die Automobilindustrie, die in immer kürzeren Zeiten „just in time“ fertigen wollte; keine Lager, keine Kosten. „Kaizen“, nichts Überflüssiges, alles planen. Und dann als Hersteller die Zulieferer wie die Zitronen ausquetschen.

Diese Methoden haben lange funktioniert, sind quasi zum Marktgesetz geworden und waren akzeptiert. Aber jetzt? Was soll ein Hersteller machen, der ein Modell nicht fertig bauen kann, weil das notwendige Teil nicht da ist? Das führt zu ganz neuen Überlegungen. Und wenn wir doch nicht mehr in Asien produzierten? Wo die niedrigen Produktionskosten allein schon lange kein Argument mehr sind, was zieht. Eher schon der große Markt, vor allem in China. Doch das düpiert ausländische Konzerne regelmäßig mit nachteiligen Bedingungen, Produktpiraterie, Patentklau und genauen Vorgaben dazu, was man darf und was nicht.

Wenn in dieser Situation der französische Präsident Emmanuel Macron darüber spricht, wie wichtig es ist, medizinische Produkte im eigenen Land herzustellen, dann erhält er ungewohnte Aufmerksamkeit. Abseits des nationalen Elans, mit dem Unternehmen sich dafür zusammentun, kommt die Frage auf: Ja, warum nicht? Wir sind bereit, mehr für Bioeier aus der Nachbarschaft und regionales Fleisch zu zahlen. Warum nicht auch für Masken, die dicht halten?

Corona ist der Schwarze Schwan, das Event, dass niemand erwartet hat und das alles in Frage stellt. Die, die volle Lager haben, die früher als teuer galten, sind im Vorteil. Die, die auf lokale Kunden setzen auch. Und alle anderen fangen an sich zu fragen, ob nicht eine andere Wertschöpfungskette viel sinnvoller wäre als alles, was sie vorher gemacht haben.“

A woman wearing a protective mask is seen past a portrait of Chinese President Xi Jinping on a street as the country is hit by an outbreak of the coronavirus, in Shanghai, China March 12, 2020. REUTERS/Aly Song/File Photo

China’s ineffective coronavirus response could create its own Black Swan

New Atlanticist by Chang-Ching Tu

China’s possible political black swan in 2020

In the book The Open Society and Its Enemies, British scholar Karl Popper examined the origin and development of historical determinism from the tradition of Western philosophy. Popper considered “The Republic” to be a kind of totalitarianism; a closed society which is considered utopian for its fear of change.

Under this concept, the CCP ’s vision of “Amazing China(厲害了我的國)” is similar to “The Republic” model. Beijing’s ideology encourages its citizens to worship the notion of “nation first” instead of “people oriented.” In order to implement the central political order and maintain social stability, citizens have been depersonalized, and the rapidly rising number of infections and deaths has been reduced to an abstract and callous statistic.

A “black swan” refers to an extremely rare event which could possibly severely impact the future. The rigid Chinese bureaucracy has blocked effective notification and control of the epidemic in the early stages, which has had a huge impact on China’s healthcare, society, and economy, and impacted other countries around the world. Everything is like what Xi Jinping described: “this is a people’s war(這是一場人民戰爭),” but the extreme lockdowns and temporarily-held epidemic prevention front in China could not stop the virus from spreading around the world. In order to regain the hearts of its people, the CCP not only continues to take economic measures to ensure stability in the short term, but to strengthen its dominance of public opinion. It also is trying to tighten the control of the media and the internet.

Economically, the CCP will continue to face obstacles from the US-China trade war, as well as a global economic crash, which will likely lead to sluggish China economic growth. Politically, the highly centralized party could not effectively handle the spread of the domestic epidemic, causing potential opposition forces to question Xi’s leadership. Socially, segregated life has undermined the foundations of mutual trust between people, and more and more people have begun to realize the importance of the free flow of information.

With these internal and external factors influencing each other, the spreading epidemic may have aggravated unrest and turmoil in Chinese society and partly damaged the CCP’s legitimacy. During the post COVID-19 era for China, these repercussions will be a political “black swan” for Xi’s administration in the near future.

Dr. Chang-Ching Tu is the Taiwan senior fellow in the Atlantic Council’s Scowcroft Center for Strategy and Security and assistant professor at the ROC (Taiwan) National Defense University. 31. März 2020

Deloitte: Covid-19 A black swan event for the semiconductor industry?

Deloitte leaders discuss the impact COVID-19 presents to the semiconductor industry’s supply chains and global growth. It includes suggestions for managing near-term disruptions and maintaining business continuity while presenting an opportunity to transform the global supply chain model to create a more resilient future.

COVID-19: The Black Swan has landed

COVID-19: The Black Swan has landed
It’s time to identify the greatest risk areas to supply and demand, and to develop immediate, medium and long-term mitigation and resiliency strategies.
Here’s the situation: The COVID-19 outbreak has had a profound and significantly disruptive impact on the global economy, and as of this writing, the trajectory suggests the effects will continue into the near future. Owing to the globalization of supply chain ecosystems over the previous 2-3 decades (especially into China and other developing world regions) seemingly no company is immune.

The Black Swan Has Landed

Money talks but it can’t sing, it can’t dance and it can’t walk. Pop star, Neil Diamond, understood this long before the coronavirus put our lives on hold. But the plan the Fed and Congress put in place to rain money everywhere will hopefully allow us to sing, dance and walk until this crisis is over.

Matt Topley, Chief Investment Officer

COVID-19: Is it a White Swan or a Black Swan?

Taleb: COVID-19 could have been avoided

[…] However, Taleb in a series of recent interviews with the Bloomberg and the BBC Radio has opined that the present COVID-19 is not a Black Swan event but something like a white swan episode. His reasoning is again based on hindsight wisdom which is an integral part of the Black Swan Theory. His argument is that COVID-19 could have been avoided if the foreign travel from and into China was halted immediately after it became known that a new virus had hit the Wuhan Province of China, the original epicentre of the present coronavirus pandemic.

The writer, a former Deputy Governor of the Central Bank of Sri Lanka

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