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A Day in the Life of an Innovation Man

Unternehmen müssen sich heute kontinuierlich anpassen, um schneller und flexibler zu werden. Sie müssen Chancen nutzen und Risiken kalkulierbar beherrschen, sie müssen Trends rechtzeitig erkennen und Ihr Geschäftsmodell, falls gefordert, anpassen. Sie müssen intelligent und vorausschauend handeln, um mit dem Wandel erfolgreich zu sein. Auch die Kommunikation muss sich diesen Veränderungen stellen und neue Wege gehen. Storytelling ist eine Möglichkeit dies erfolgreich zu machen. Doch wie funktioniert eine gute Story im Business? Wie erzählt man z.B. komplexe technologische Themen wie Industrie 4.0 oder digitale Transformation unterhaltsam und einprägsam?

Man erzählt die Geschichten der Menschen, die das machen und man schreibt darüber warum sie es so machen und nicht anders. Man erzählt wie Vordenker, Mutmacher und Verantwortliche wichtigen Themen besetzen und vorantreiben. Und idealerweise holt man sich ausgesuchte Experten zu den relevanten Themen über die man schreiben will  und integriert sie in die Handlung. Das haben wir in unserem Buch auch gemacht mit dem Musterbrecher Dirk Osmetz, dem IoT Experten Alexander Buffalino und Christian A. Rast, CSO und Generalbevollmächtigter der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AG. 

Und dann schreibt man darüber ein Buch. Und das beschäftigt sich dann mit den zentralen Fragen: Wie funktioniert die digitale Transformation in einem mittelständischen Unternehmen? Wie macht man die Belegschaft fit für „Industrie 4.0“ ? Welche Hürden müssen überwunden werden?

Wir wollten es mal ausprobieren und so hatten Gianluca de Lorenzis, Dimitrij Naumov und ich die Idee darüber ein Buch zu schreiben. Das Ergebnis ist die Zukunfts-Novelle „A Day in the Life of an Innovation Man“. Business-Storytelling meets Innovation.

Darum geht es: Seit drei Monaten leitet Daniel Westburg, 36 Jahre alt, Familienvater, Musikliebhaber, Ex-Unternehmensberater und digitaler Enthusiast, die Stabsstelle „Innovation & Digitalisierung“ der Maschinenbau Sassmann GmbH & Co KG. Seine Aufgabe: das Unternehmen in die digitale Transformation zu führen. Sein Zustand: überarbeitet. Sein Credo: „Die Apokalypse wird kommen – vielleicht nicht heute, vielleicht nie. Aber sie wird kommen, und zwar bald.“ Heute muss Daniel der Geschäftsführung des Unternehmens seine Strategie präsentieren. Und er weiß: Dieser Tag wird auch über seine persönliche Zukunft entscheiden.

Leuchtturmprojekt

Nachhaltigkeit im „Green Hospital“

 

 

Leuchtturmprojekt

IT meets „Future Hospital“

A Day in the Life of an Innovation Man

Leseproben aus dem Buch „A Day in the Life of an Innovation Man“.

„Herr Westburg, was glauben Sie, wie lange dauert es, bis ein deutscher Mittelständler heute einen erfolgreichen Cyberangriff detektiert?“ Ich zucke mit den Schultern. „Keine Ahnung.“ Wir hatten das Thema Cyber Security zwar im Workshop mit Krumbach angesprochen, aber damals zu vielen Punkten keine klaren Aussagen bekommen. „284 Tage!“ Rast blickt mich erwartungsvoll an und fährt nach einer kurzen Pause fort: „Und der Grund ist Bob. Denn Bob leitet die Gruppe Cyber Security beim typischen deutschen Mittelständler, mit drei Mitarbeitern und zwei Werkstudenten. Die Microsoft Azure Cloud dagegen wird von 2.600 Cyber-Defense-Experten betreut, inklusive ehemaligen Profi-Hackern. Das heißt, es gibt hier ein massives Ungleichgewicht der Sicherheitsstandards. Unternehmen, und da spreche ich nicht nur vom Mittelstand, sind heute überhaupt nicht mehr in der Lage, Cyber Security zu gewährleisten. Deshalb glaube ich, wir werden eine ganz massive Migration in die Cloud erleben, weil die Leute einfach nicht mehr das Risiko für die Sicherheit ihrer Daten tragen wollen.“

Maschinenbau und Digitalisierung

A Day in The Life of an Innovation Man
Eine Zukunftsnovelle

von Gianlucca de Lorenzi, Dimitri Naumwov und Lothar Dörr

Vielleicht sollten Sie sich zunächst mal die Frage stellen: Was ist Digitalisierung eigentlich? Für mich basiert sie auf zwei Achsen: Die eine ist die Maximierung von Vernetzung. Denn Digitalisierung ohne Vernetzung geht nicht. Und die zweite Achse ist die Automatisierung von Wissensarbeit. Man könnte auch sagen die automatisierte Erledigung von Tätigkeiten. Und wenn man das mal in vier Felder einteilt, hat man hier wenig Vernetzung und eine geringe Automatisierung von Tätigkeiten. Das bedeutet dann gar keine Digitalisierung. Dann wiederum findet man Phänomene mit riesigen Netzwerken, die zwar miteinander kommunizieren, wobei die Tätigkeiten aber nicht automatisiert sind. E-Mails sind dafür ein Beispiel. Eigentlich schreiben wir nur das, was wir früher als Brief geschrieben haben, jetzt als Mail: Vernetzung ohne Automatisierung. So, und dann gibt es die Automatisierung von Wissensarbeit, traditionelle KI-Anwendungen zum Beispiel: Automatisierung ohne Vernetzung. Aber jetzt kommt auf einmal beides zusammen, und dann sind da Themen wie Industrie 4.0, Customer Journey Analytics, Blockchain. Aber es ist vor allem die Kombination dieser beiden an sich nicht neuen Achsen. Die Digitalisierung hat sehr viel damit zu tun, bekannte Technologien in einen neuen Kontext zu setzen. Eigentlich haben gute Ingenieure sehr oft diese Eigenschaft.“ „Und warum erzeugt die Digitalisierung dann selbst in von Ingenieuren dominierten Unternehmen so viel Reibungswärme? Geht es um Machtverschiebungen, Machtverluste?“ „Ich glaube, es geht zuallererst einmal um Veränderung. Es liegt in unserem Wesen, dass wir eigentlich nicht besonders veränderungsbereit sind….

Akteure der Novelle und ihre Beziehung untereinander

„Und das habe ich meinem Gesprächspartner genauso gesagt. Dass es nicht nur um seine Kunden, um Märkte oder sonst was geht. Es geht um ihn. Er kann die Digitalisierung nutzen, um Geld zu sparen – Save Money – und Geld zu machen – Make Money. Und das ist einfach. Und er verstand das.“ Alexander Buffalino

„Weißt du, zu Beginn unseres Gesprächs war der Unternehmer mir gegenüber sehr reserviert. Ich war für ihn so der Digital Guy einer großen IoT-Firma. Klar hat er gewusst, was wir machen. Aber das alles war für ihn eine fremde Domäne, war ihm irgendwie suspekt. Das war ungefähr so wie bei Louis de Funès in dem Film mit den außerirdischen Kohlköpfen: La Soupe aux choux. Der Unternehmer steht wie die beiden Alten vor der Untertasse und denkt: Was genau will das Ding von mir? Das sieht zwar cool aus, aber einsteigen – lieber nicht. Ich war für ihn dieser Außerirdische mit der Untertasse. Und jetzt aber wurde von ihm erwartet, dass er einstiegt und mitfliegt.“ Ich muss schmunzeln. Früher bin ich auch mit der Untertasse umhergeflogen, hab mir aber nicht wirklich Gedanken darüber gemacht. So war es halt: Die Berater tragen die neuen Dinge vor, die Kunden schauen mit aufgerissenen Augen – sie wollen ja irritiert werden, im positiven Sinne. Das hat ihr Berater-Bild bestätigt. Sie zu motivieren, zu begeistern, das war nicht unser Job, denn sie hatten uns ja gerufen. Das hier ist jetzt schon ein ganz anderes Spiel…..

Skizze zur Idee „Lebenslanges Lego“

Die Hauptperson der Novelle, David Westburh wirkt so gar nicht wie ein junger Dynamiker, der mit klarem Blick und starker Hand den Wandel vorantreibt. Vielmehr wirkt er hin- und hergerissen zwischen Plan und Herumtasten, zwischen großer Vision und erstaunlichem Unwissen. Das passt nicht wirklich zusammen, oder?

Fragen und Antworten

Im Gegenteil. Innovationen und Veränderungen entstehen ja weder in mystischen Schöpfungsakten aus Roadmaps und Whitepapers, noch werden sie von mutigen, allwissenden und allmächtigen CEOs im perfekten Einklang mit Transformationsplänen durchgedrückt. Das ist eine Sichtweise, die uns zwar oft suggeriert wird, für die sich natürlich auch Beispiele, übrigens die immer gleichen Beispiele, finden lassen. Aber in Summe hat das mit unternehmerischer Realität doch sehr wenig zu tun. Innovation ist immer Trial and Error, zu ihr gehört auch, dass das Ziel erst beim Gehen entsteht, oder dass man erst am Ziel feststellt, dass man ja auch genau dahin wollte.
Das ist das Eine. Das andere ist, dass wir lernen müssen, mit Unwissen umzugehen. Es gehört untrennbar zur Innovation dazu. Im Kontext der Digitalisierung ist das besonders offensichtlich. Hier entstehen neue Technologien und Möglichkeiten so schnell, dass wir gar nicht genug Erfahrungswissen aufbauen können, um eine sehr hohe Sicherheit zu gewährleisten. Man sollte also auch nicht so tun, als hätte man den digitalen Stein der Weisen in der Tasche.

Wie typisch ist die Situation, die Daniel Westburg in dem Buch bei „Maschinenbau Sassmann GmbH & Co. KG“ vorfindet, für den industriellen Mittelstand?

Fragen und Antworten

Die grundsätzlichen Herausforderungen und Fragestellungen sind den meisten mittelständischen Unternehmen sehr vertraut. Man war über Jahrzehnte sehr erfolgreich, sehr oft ist man es nach wie vor. Und fast immer lagen die Wurzeln dieses Erfolgs in sehr intensiver technischer Spezialisierung, darin eine bestimmte Sache immer besser zu tun. Nun spürt man immer stärker, dass dieses Rezept nicht mehr ausreicht, um das Unternehmen langfristig zu sichern – das ist gerade für in Generationen denkende Familienunternehmen eine sehr beunruhigende Erkenntnis.

Veränderungen sind notwendig – aber wo fängt man an? Und wie? Hinzu kommt: Es ist naiv zu glauben, dass tiefgreifende Innovationen reine Win-Win-Veranstaltungen sind. Es gibt immer Verlierer des Wandels, Risiken, die kaum berechenbar sind, Mehrbelastungen und Stress. Es gehört deshalb schon viel Leadership dazu, diese Prozesse zu initiieren und durchzuhalten.

Ein Schlüsselmotiv des Buches ist die Frage, wie weit, oder wie radikal man Innovation und Digitalisierung denken und wie radikal man sie gestalten kann. Eine Frage, die für die Hauptperson fast schon zur Schicksalsfrage wird.

Fragen und Antworten

Ja. Das ist in der Tat ein Schlüsselmotiv. Und ich bin davon überzeugt, dass man sehr radikal denken muss, wenn es um Digitalisierung geht. Wir brauchen große Visionen, die motivierend und handlungsleitend sind. Für mich ist eine Vision eine Art Fata Morgana. Wir werden sie nie erreichen – aber sie zieht uns in die richtige Richtung, oft genug über bislang als unüberwindlich betrachteten Grenzen hinaus. Das ist Voraussetzung für echte Innovation.
Erstaunlicherweise sind wir in den meisten Unternehmen mit sozialen Strukturen und organisatorischen Regeln konfrontiert, die den Menschen radikales Denken systematisch abtrainieren. Ein Thema, das sowohl Daniel Westburg als auch seinen Chef stark beschäftigt.

Sie haben eine Geschichte und sind auf der Suche nach einer Agentur, die daraus eine richtig gute Business-Story machen kann. Sprechen sie mit uns, dafür sind wir da, das können wir.

Das FAB4 Modell über die Zukunft des Shoppens von Daniel Westburg aus dem Buch

„A Day in the Life of an Innovation Man“